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Wohnungslosigkeit verhindern

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Ein Jahr Mieterbüro Wersten: Sozialdezernent zieht positive Bilanz Neue Mieterbüros für Heerdt und Mörsenbroich Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Amtes für Soziale Sicherung und Integration ist es, Wohnungslosigkeit zu verhindern. Die Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfälle (ZFS) nimmt sich dieser Problematik schon seit Jahren an. Um so frühzeitig wie möglich den Verlust der Wohnung zu verhindern, hat die Stadt gemeinsam mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) im Oktober 2006 ein Mieterbüro in Wersten Süd-Ost eröffnet. "Nach über einem Jahr fällt die Bilanz positiv aus. Das Konzept der stadtteilorientierten Prävention wird deshalb jetzt auch auf andere Wohngebiete ausgeweitet: Im Januar werden weitere Mieterbüros in Mörsenbroich und Heerdt eröffnet", kündigt Sozialdezernent Burkhard Hintzsche an.

Die Zentrale Fachstelle geht offensiv auf die Haushalte mit Wohnungsnotfallproblematik in den jeweiligen Quartieren zu. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der SWD wird die sozialraumorientierte Prävention in Wohnungsnotfällen nun ausgeweitet. Das Mieterbüro Mörsenbroich an der Stieglitzstraße 29 und das Mieterbüro Heerdt an der Knechtstedenstraße 59 werden zum 7. Januar eröffnet. Die Bürozeiten an beiden Standorten sind montags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 16 Uhr. Zur Deckung des Personaleinsatzes der Zentralen Fachstelle stellt die Städtische Wohnungsgesellschaft 50.000 Euro zur Verfügung.

Da die Stadtteile Mörsenbroich, mit rund 7.800 Haushalten und 14.500 Einwohnern, sowie Heerdt, mit rund 6.600 Haushalten und 11.500 Einwohnern, Schwerpunktgebiete aufweisen, in denen Wohnungsnotfälle gehäuft auftreten, soll gerade hier Hilfe geleistet werden. Mindestens 30 Prozent der Wohnungsnotfälle wurden in Mörsenbroich und Heerdt durch die zentralen Beratungsangebote der ZFS bisher nicht erreicht, da der Kontakt abgebrochen oder gar nicht erst zustande gekommen ist. Hintergrund hierfür sind konflikt- und problembeladene Lebensumstände, Hilflosigkeit und Resignation, verbunden mit Schwellenängsten gegenüber Ämtern und Behörden. Besonders betroffen sind die Siedlung Säckingerstraße und das Schwietzkegelände in Mörsenbroich mit rund 1.400 Haushalten und 3.000 Einwohnern und jährlichen 100 Wohnungsnotfällen, sowie die Siedlung Grünau in Heerdt mit rund 1.100 Haushalten und 2.000 Einwohnern und jährlich 90 Wohnungsnotfällen.

Konkrete Maßnahmen
Angeboten werden regelmäßige wöchentliche Sprechstunden vor Ort, verbunden mit aufsuchenden Hilfen. So soll der Zeitraum bis zum Abschluss des Hilfeprozesses verkürzt werden, was im Hinblick auf die engen Fristsetzungen bei Wohnungskündigung, Räumungsklagen und Zwangsräumungsverfahren sinnvoll ist. Neben der Lösung des konkreten Wohnungsnotfalles wird verstärkt auf weitere Problemlagen geachtet, die sich hinter dem Wohnungsnotfall verbergen. Außerdem wollen die Beteiligten auch andere Probleme, die im Wohnquartier vorhanden sind, aufgreifen. Mit dem zuständigen ARGE-Standort Nord soll enger zusammengearbeitet werden, um eine schnelle und effiziente Leistungsklärung herbeizuführen und bei der Integration betroffener Menschen in den Arbeitsprozess zu helfen. Auch die Mieter anderer Wohnungsgesellschaften im Sozialraum werden in das Beratungsangebot mit einbezogen.

Ziel ist, die Menschen aufgrund der Quartiersnähe der Mieterbüros besser und schneller zu erreichen und so Probleme, die zum Wohnungsnotfall führen, schneller und besser zu erkennen und nachhaltiger zu lösen. Die Menschen werden adäquat in andere Hilfeangebote, die im Stadtteil bestehen, vermittelt. Die Zahl der Räumungsklagen und Zwangsräumungen soll signifikant gesenkt werden. Auch soll die Zufriedenheit und Verbundenheit des Einzelnen mit seinem Wohnquartier gestärkt werden. Es gilt lebenswerten Wohnraum in den Schwerpunktgebieten zu sichern. Die betroffenen Mieter sollen dazu gebracht werden, die im Stadtteil vorhandenen Hilfen zu nutzen.

Seit März 2007 befindet sich die Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfälle (ZFS) in zentraler Lage an der Willi-Becker-Allee 10. Sie ist erste Anlaufadresse für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Im Mittelpunkt der Arbeit der ZFS stehen die Vermeidung und der Abbau von Obdachlosigkeit mit all seinen sozialen und finanziellen Folgen sowie die Sicherung dauerhafter Wohnverhältnisse. Dabei nimmt sie nicht nur Kontakt zu den Betroffenen und dem Vermieter, sondern je nach Bedarf auch zu Rechtsanwälten, Justizbehörden, Betreuern, anderen Fachämtern, wie dem Gesundheitsamt, dem Jugendamt der ARGE, oder zur Schuldnerberatung, zu Ärzten, Rententrägern, Arbeitgebern, Versicherungen, Banken oder zum sozialen Umfeld, beispielsweise zur Familie, Nachbarschaft oder zu Freunden auf.

Die erfolgreiche Arbeit wird am Beispiel des Mieterbüros Wersten Süd- Ost deutlich: Durch frühere Interventionen konnten viele Wohnungsnotfälle schon vor Kündigung gelöst werden. Waren es von Januar bis September 2006 noch 47 abgeschlossene Wohnungsnotfälle, so konnten von Oktober 2006 bis Mai 2007 schon 89 Fälle abgeschlossen werden. Außerdem ist die Zahl der Wohnungsnotfälle, zu denen keine Kontaktaufnahme gelang und deren Verbleib der Zentralen Fachstelle unbekannt blieb, deutlich zurückgegangen. So gab es von Oktober 2006 bis Mai 2007 nur vier Fälle, deren Verbleib unbekannt blieb. Im Vergleich mit den Zahlen aus dem Jahre 2005, als 42 Fälle unbekannt blieben, eine enorme Verbesserung.

Hintergrund:

Welche Gründe sind ursächlich für Wohnungsnotfälle?

- Arbeitsverlust (Antragstellung bei den zuständigen Ämtern und Institutionen, Bearbeitungszeiten)

- Krankheit (durch gegenüber dem Einkommen reduziertes
Krankengeld, psychische Krankheiten)

- Trennung und Scheidung

- Sucht

- Mietwidriges Verhalten (Hier gibt es allerdings kaum
Möglichkeiten für die Zentrale Fachstelle).

Aktuelle Zahlen bis einschließlich November 2007
- ca. 3.200 gemeldete Wohnungsnotfälle

- über 1.000 gemeldete Räumungsklagen und sowie bislang ca. 650 gemeldete Zwangsräumungen

- ca. 400 Mietschuldenübernahmen

- bislang 41 Notaufnahmen

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf

Nachricht vom 23.12.07 13:22

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