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Kroetenwanderung beginnt

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Dernbuschweg und Bauenhäuser Weg ab sofort abends und nachts gesperrt Mildere Nachttemperaturen führen dazu, dass die Amphibien ihre Laichge-wässer aufsuchen, um dort ihre Eier abzulegen. Mit Beginn der Krötenwanderung werden ab sofort der Dernbuschweg in Gerresheim komplett und der Bauenhäuser Weg zwischen Bauenhaus und Gut Wolfsaap abends ab 18.30 Uhr bis zum darauf folgenden Morgen um 7 Uhr gesperrt. Dies teilt die Untere Landschaftsbehörde beim Gartenamt der Stadt mit. Durch die Sperrung sollen die Tiere, die die Straßen auf dem Weg zu den Laichgewässern überqueren, davor bewahrt werden, dass sie überfahren werden. Die Sperrung in den Nächten läuft voraussichtlich bis April.

Hintergrund ist, dass die heimischen Kröten-, Frosch-, und Molcharten zum Laichen immer die gleichen Gewässer aufsuchen, nämlich die, in denen sie aufgewachsen sind. Die zu den Laichplätzen strebenden Tiere benutzen dabei traditionelle Wanderwege. Sie sind besonders in den Dämmerungs- und Nachtstunden stark frequentiert. Die Sicherung dieser Laichwanderwege ist eine wesentliche Aufgabe des Amphibienschutzes.

Nicht an allen Stellen können diese Wanderwege durch Sperrungen gesichert werden. Wo eine Straßensperrung nicht möglich ist, werden deshalb von der Landschaftspflegestation Hexhof mit seinen Zivildienstleistenden Amphibienschutzzäune errichtet. Entlang der grünen, kniehohen Zäune sind alle zehn Meter Fangeimer im Boden eingelassen, die mehrmals täglich kontrolliert werden. Die so eingefangenen Amphibien werden von den Helfern sicher auf der gegenüberliegenden Straßenseite abgesetzt, damit sie ihre Wanderung fortsetzen können. Allein an den Fangzäunen Am Bauenhaus im Aaper Wald, konnten seit 1987 jährlich zwischen 566 und 4617 Amphibien – davon ein Großteil Erdkröten – gerettet werden. Ganzjährig werden für den Schutz der Kröten, Frösche und Molche Gewässer unterhalten und Ersatzlaichplätze geschaffen. Die Lurche setzen ihren Laich im Wasser flacher Teiche, Tümpel und Gräben ab. Nach einiger Zeit schlüpfen daraus durch Kiemen atmende Kaulquappen, die bis zur Umwandlung im Wasser leben. Danach verlassen sie als Jungtiere ihre Geburtsstätte und führen im Sommer ein verborgenes Landleben, wo sie sich von Insekten, Schnecken, Würmern und Spinnen ernähren.

Die Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde beim Gartenamt der Stadt bitten die Bevölkerung, bei ihren Spaziergängen in Wald und Flur laichende Tiere nicht zu fangen. Das Landschaftsgesetz verbietet es, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, sie ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten. Diese Ordnungswidrigkeiten können mit Geldbußen geahndet werden.

Mehr Informationen zum Themas Amphibienschutz gibt es bei der Landschaftspflegestation Hexhof unter Telefon 28 57 21.

Nachricht vom 4.3.09 17:37

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