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Ein Zeichen der Versöhnung

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Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dirk Elbers wurde am Montag, 7. April, im Stadtmuseum Düsseldorf eine Plattform internationaler wissenschaftlicher Kooperation im Bereich der Kunst-Restitution angekündigt. Anlass war die Rückgabe eines Gemäldes aus der Sammlung des jüdischen Galeristen Max Stern, das mit Zustimmung der Erben jedoch weiterhin im Düsseldorfer Stadtmuseum bleiben und gezeigt werden kann. Einer der Hauptpartner des Museums ist die Concordia University in Montreal/Kanada, die das Max Stern Art Restitution Project im Auftrag der Erben des deutsch-kanadischen Kunsthändlers jüdischer Herkunft leitet. In Gegenwart der Botschafterin von Kanada, Marie Gervais-Vidricaire, und des Direktors des Max Stern Art Restitution Projects der Concordia University, Dr. Clarence Epstein, wurde dem Bekenntnis des Stadtmuseums zum Engagement im Bereich Kunst-Restitution anlässlich der Rückgabe eines Selbstporträts Wilhelm Schadows (1788-1862) an die Erben von Max Stern ein Zeichen gesetzt. Schadow war Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie und eine wichtige Person der städtischen Gesellschaft. Von der Stadt beauftragte Wissenschaftler haben bestätigt, dass das Gemälde den Erben (Hebrew University, Jerusalem; McGill University und Concordia University, beide in Montreal) rechtmäßig zusteht. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers zeigt sich glücklich über die Lösung, die für das Stadtmuseum gefunden wurde: "Die rechtmäßigen Eigentümer erhalten das Kunstwerk zurück, es bleibt aber dem Museum als Dauerleihgabe erhalten und kann weiterhin der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das ist eine Form der Kunst-Restitution, von der beide Seiten profitieren. Und nach dem Unrecht, das während der NS-Zeit auch hier in Düsseldorf geschehen ist, ist dies zudem ein wichtiges Zeichen der Versöhnung."

Alan Shepard, Präsident der Concordia University: "Es freut uns sehr, dass unsere Ansprüche inzwischen von einer größeren Anzahl deutscher Institutionen denn je anerkannt und in die Tat umgesetzt werden. Nachdem im vergangenen Jahr bereits Gemälde aus Stuttgart und Köln zurückgegeben wurden, stellen Düsseldorf und sein Stadtmuseum nun die Art Führungsrolle unter Beweis, die beim Thema Raubkunst vonnöten ist." Internationale wissenschaftliche Kooperation Das Düsseldorfer Stadtmuseum begreift diese Restitution als Chance einer Plattform internationaler wissenschaftlicher Kooperation mit dem Max Stern Art Restitution Project. Das Thema Restitution wird künftig in Ausstellungen, Projekte und Bildungsprogramme des Stadtmuseums integriert. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Düsseldorfs ist ohnehin ein Thema, dem sich das Stadtmuseum seit Jahrzehnten mit großem Interesse widmet. Das Museum verfügt zum Beispiel über einen einzigartigen Bestand von Zeichnungen jüdischer Kinder und Jugendlicher aus der Zeit des Nationalsozialismus, dem vor kurzem noch ein eigenes Projekt galt. Eine Ausstellung zum jüdischen Leben in Düsseldorf nach 1945 wird nächstes Jahr stattfinden. Für 2018 ist eine große, vom Oberbürgermeister unterstützte Ausstellung zur Galerie Stern geplant. Die im Jahr 1913 gegründete Galerie war eine wichtige Institution auf der Düsseldorfer Königsallee, bis sie 1937 aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung gezwungen war zu schließen.

Max Stern Art Restitution Project Das Ziel des von der Concordia University federführend geleiteten Max Stern Art Restitution Project ist die Rückgabe von mehr als 400 Gemälden aus der Sammlung Max Sterns. In enger Zusammenarbeit mit dem Holocaust Claims Processing Office, einer Institution der New Yorker Finanzbehörde, hat das Team des Max Stern Art Restitution Project weltweit ein unterstützendes Netzwerk aufgebaut. Im Rahmen der Konferenz "Plundered Cultures, Stolen Heritage" (geplünderte Kulturen, gestohlenes Erbe) im Herbst vergangenen Jahres hat sich die Universität dazu bekannt, die Erforschung der Zusammenhänge zwischen dem Verlust von Kulturgütern und sozialer Ungerechtigkeit weiter voranzutreiben.

Weiterführende Links
• Max Stern Art Restitution Project:
http://www.concordia.ca/arts/max-stern.html
• Düsseldorf City Museum:
http://www.duesseldorf.de/stadtmuseum/index.shtml
• Concordia University: http://www.concordia.ca/

Nachricht vom 8.4.14 00:07

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