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Kultur

"Fortuna : 100 Ligajahre

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Seit dem Jahr 1914 nimmt die Fußballmannschaft von Fortuna Düsseldorf an den Ligaspielen im Westdeutschen Fußball-Verband teil – 100 Jahre voller Emotionen mit Titel, Tränen und Triumphen. Anlässlich dieses Jubiläums haben das Stadtmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. gemeinsam die Ausstellung "Fortuna : 100 Ligajahre" realisiert. Eine Ausstellung, die vom 31. Januar bis zum 15. Juni im Stadtmuseum, Berger Allee 2, zu sehen ist und mit ihren exklusiven Exponaten Erinnerungen an die Höhen und auch Tiefen des Traditionsvereins weckt. "Mit dieser Ausstellung im Stadtmuseum wird ein bewegtes Düsseldorfer Fußball-Jahrhundert lebendig. Fortuna ist für uns Düsseldorfer Herzenssache. Deshalb freue ich mich, dass die unverwechselbare Geschichte des Vereins mit herausragenden Exponaten so liebevoll und detailliert dokumentiert worden ist und die Ergebnisse über mehr als vier Monate ausgestellt werden", sagt Oberbürgermeister Dirk Elbers, der die Schirmherrschaft über die Ausstellung übernommen hat. "Die Fortuna war in den letzten Jahren sehr darum bemüht, den eigenen Platz in der Düsseldorfer Gesellschaft zu stärken. Die Kooperation mit dem Stadtmuseum ist ein weiterer Mosaikstein in dieser Entwicklung. Wir sind sehr froh, mit dem Stadtmuseum einen mehr als nur geeigneten Standort gefunden zu haben, an dem wir für die nächsten Monate die letzten 100 Jahre Spielbetrieb visuell Revue passieren lassen können", sagt Paul Jäger, Vorstand Finanzen der Fortuna. OB Dirk Elbers eröffnet am Donnerstag, 30. Januar, gemeinsam mit Dr. Susanne Anna, Direktorin des Stadtmuseums, und Paul Jäger die Ausstellung offiziell.

Den roten Faden der Ausstellung bildet die Biografie des Clubs, an deren Chronologie sich die Abfolge der Exponate zur Vereinsgeschichte orientiert. Jedes wichtige Ereignis wird mit einem exemplarischen Schlüsselobjekt belegt, von denen über 100 präsentiert werden. Hierzu gehören unter anderem Fahnen, Wimpel, Pokale, Fotos, Urkunden und auch Verträge, also Objekte und Devotionalien, die eine besondere Ausstrahlung haben, aber auch zahlreiche Videos, die unvergessene Momente der Vereinsgeschichte der Fortuna filmisch aufleben lassen.

Vom Turnverein zum Fußball-Bundesligisten
Die Wurzeln der Fortuna liegen nicht im Fußball sondern beim "Turnverein Flingern", dessen aufwändig verarbeitete Fahne aus dem Gründungsjahr 1895 ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist. Erst ab 1908 gibt es mit dem "Düsseldorfer Fußballklub Spielverein" den ersten offiziellen Fußballverein in Flingern, der aber zunächst keinem Spielverband beitritt. 1911 wird dann der "Fußballclub Alemannia 1911" gegründet, der Ende 1912 in "Fußballclub Fortuna 1911" umbenannt wird und sich unter Beibehaltung des Namens Mitte 1913 mit dem "Düsseldorfer Fußballklub Spielverein" zusammenschließt. Zur Saison 1913/1914 nimmt der "Düsseldorfer Fußballclub Fortuna 1911" zum ersten Mal am Spielbetrieb des Westdeutschen Spielverbands teil. Die Trikots sind in den Vereinsfarben Rot und Weiß, wie man sie auch heute noch kennt.

Der Spielball zum Meistertitel 1933
Es gelingt dem Klub, sich nach oben zu spielen: Erst in führende Position in Düsseldorf, dann in der Region und schließlich im ganzen Land. Der Fußball, noch aus grobem, naturfarbenem Leder hergestellt, mit dem 1933 die Deutsche Meisterschaft gewonnen wird, ist sicherlich eines der Highlights der Ausstellung. Ebenso die dazu gehörende Fahne und Meistermedaille vom Endspiel, das die Flingeraner im Müngersdorfer Stadion in Köln mit 3:0 gegen den FC Schalke gewinnen konnten. Aber auch die nächste Zeit ist von weiteren sportlichen Höhepunkten wie der Vizemeisterschaft 1936 und die Finalteilnahme am DFB-Pokal 1937 geprägt. Zu den bekanntesten Nationalspielern dieser Zeit gehört Paul Janes mit insgesamt 71 Länderspiel-Einsätzen.

Fortuna im Dritten Reich
Ein Schatten fiel während des Dritten Reiches auf den Club, denn einzelne Fortuna-Funktionäre waren von Verfolgung durch die Nationalsozialisten, betroffen. Im Rahmen der "Gleichschaltung" ab Mitte 1933 organisieren die Nationalsozialisten auch die Sportverbände nach "Führerprinzip" und "Arierparagraph". Fortuna gehört damit zum "Reichsfachamt Fußball" im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen. Publikationen und Satzung folgen von nun an dem Duktus national-sozialistischer Sport-Propaganda. Juden sind weder als Spieler noch als Funktionäre zugelassen. So muss zum Beispiel Hans Salomon, im Jahr 1926 1. Geschäftsführer der Fortuna, 1933 in die USA emigrieren. Der Düsseldorfer Zahnarzt Dr. Waldemar Spier, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde und Leiter der Fußballabteilung von Fortuna, wird deportiert und stirbt am 2. März 1945 im Vernichtungslager Auschwitz an den Folgen der Lager- und Haftbedingungen. Original-Dokumente aus der Fortuna-Geschichte im Dritten Reich werden in der Ausstellung gezeigt. Im Rahmen der Ausstellung konnten Recherchen allerdings auch belegen, dass ein Spieler wie Paul Janes keinerlei Auffälligkeiten in jener Zeit aufwies und im anschließenden Entnazifizierungsverfahren als tadellos eingestuft wurde.

Toni Tureks Anstellungsvertrag von 1951
Nach dem 2. Weltkrieg spielt man in den so genannten "Kalorienspielen" um das, was in dieser Zeit besonders kostbar war: Nahrungsmittel. Bewundernswert ist hier unter anderem auch die nach heutigen Maßstäben recht spartanische, mit Watte gepolsterte Torwartkleidung, die Fortuna- Keeper Josef Gesell in der Saison 1947/48 trug. Auch wird der Anstellungsvertrag von Torwartlegende Anton "Toni" Turek vom 10. Juli 1951 gezeigt. Dem Weltmeister und Nationalhelden vom Finale 1954 in Bern werden darin 160 D-Mark "Grundentschädigung" garantiert. 1957, 1958 und 1962 stehen die Fortunen abermals im DFB-Pokalfinale. Die Titelseite der Fußballzeitung "Westdeutsche Sonder Vorschau" aus dem Jahre 1962, die ebenfalls in der Ausstellung präsentiert wird, zeugt vom Erfolg der Mannschaft. Zum Sieg in den Finalspielen reicht es jedoch nicht. Trotzdem hält Fortuna bis heute den Rekord der längsten Siegesserie im DFB-Pokal, denn sie gewann zwischen dem 4. August 1978 und dem 28. Februar 1981 insgesamt 18 Partien. Dabei wird in der Ausstellung natürlich auch an die Pokalsiege 1979 (1:0 n.V. gegen Hertha BSC) und 1980 (2:1 gegen den 1. FC Köln) sowie an das denkbar knapp verlorene Europapokal- Finale 1979 gegen den FC Barcelona (3:4 n.V.) erinnert. Wie stolz die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger auf ihre damalige Mannschaft sind, demonstriert eine Fotografie, die während der Feier des gewonnenen DFB-Pokalfinales 1979 vor dem Rathaus erstellt wurde.

Der Aufstieg nach dem Abstieg in die Viertklassigkeit
Dennoch bleibt die Geschichte des Fußballvereins Fortuna Düsseldorf geprägt vom Wechselspiel des Auf- und Abstiegs. Fortuna ist zwar bis 1987 in der Bundesliga. 1993 folgt dann erstmalig der Absturz in die Drittklassigkeit. 1995, zum 100. Jubiläum des Gründungsjahres des "Turnverein Flingern", gelingt den Rot-Weißen jedoch schon wieder die Rückkehr in die 1. Liga. Sieben Jahre später folgt dann das dunkelste Kapitel der Vereinsgeschichte: Fortuna rutscht 2002 in die 4. Liga ab. Genau nach einem Jahrzehnt gelingt 2012 nach nervenaufreibenden Relegations-Spielen gegen Hertha BSC Berlin die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Passend dazu sind die Trikots von Andreas Lambertz und Jens Langeneke, zwei Garanten für den Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse, zu sehen. Gezeigt wird auch die erste Kollektion der Toten-Hosen-Trikots. Heute ist der Verein auch finanziell wieder gesundet und verzeichnet mit über 23.000 Mitgliedern eine Bestmarke.

Fans können die Ausstellung mit eigenen Exponaten ergänzen
Um die Ausstellung noch lebendiger und authentischer zu gestalten, wird Fortuna-Fans die Möglichkeit geboten, die Ausstellung mit eigenen Objekten zu ergänzen. Speziell dafür wurde ein großes Setzbaukastensystem angefertigt, in dem die Objekte ausgestellt werden. Alle beigesteuerten Exponate zur Ausstellung "Fortuna : 100 Ligajahre" werden ebenfalls auf den Social Networks-Seiten des Stadtmuseums präsentiert (www.duesseldorf.de/stadtmuseum). Hierdurch kann die Ausstellung online kommentiert, ergänzt und mit gestaltet werden. Auf den Internetseiten des Stadtmuseums finden sich zudem während der Ausstellungsdauer interessante Hyperlinks zu der Fortuna.

Nachricht vom 1.2.14 01:24

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