Onlineausgabe für Düsseldorf und Umgebung
Ausgabe:
Donnerstag, 18. Oktober 2018

Preis: 0,00 €

Partner Seiten


Freier Webkatalog
Kostenfreier Webkatalog und Artikelverzeichnis www.link4web.de

Party - Nightlife
Photographie-
Photographie


Webhosting
Webhosting Domain ab 1,79 Euro/M PHP5, MySQL5,

Werbung 






 
Natur

Richtiger Umgang mit Wildtieren in der Stadt

RSS Feed www.info-lippstadt.de

Das Leben in der Großstadt ist auch für Wildtiere attraktiv. Deshalb erschließen Tiere wie Fuchs, Steinmarder oder Igel das dicht besiedelte Düsseldorf mehr und mehr für sich als Lebensraum. "Viele Düsseldorfer wenden sich an die Stadtverwaltung. Sie rufen an und stellen den Tierärzten
im Amt für Verbraucherschutz, aber auch den Mitarbeitern des
Gartenamtes Fragen zu den ungewohnten 'Nachbarn'. Wir haben deshalb Tipps zum richtigen Verhalten im Umgang mit einigen typischen, in der Landeshauptstadt heimisch gewordenen Wildtieren zusammengestellt", erklärt Verbraucherschutzdezernentin Helga Stulgies.

Zunächst sollte man wissen, warum es Wildtiere in die Stadt zieht. In den Städten ist es im Winter 2 bis 3 Grad wärmer als im Umland und eine große Zahl an Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten macht das Leben für Tiere dort angenehm. Darüber hinaus sind Wildtiere in der Stadt zumeist vor ihren natürlichen Feinden und vor Jägern geschützt. Düsseldorf, besonders auch die Innenstadt, wird durch großflächige Park- und Grünanlagen mit weitverzweigten Wasserflächen oder Fried- höfen und zahllosen Kleingärten immer grüner und bietet Wildtieren dadurch einen naturnahen Ersatzlebensraum, der dem natürlichen sehr nahe kommt. Hinzu kommen verwilderte Brachflächen, die von Wildtie- ren ebenfalls gerne angenommen werden.

Das Nahrungsangebot ist für Tiere in der Stadt nahezu unermesslich. Der Tisch ist durch unachtsam weggeworfenen Abfall oder auch durch volle Mülltonnen, die die Tiere durchsuchen immer und zu jeder Jahres- zeit reich gedeckt. Für einen Fuchs ist es zum Beispiel wesentlich einfa- cher, einen Müllbeutel aufzureißen, als eine Maus zu fangen. Diese Vor- teile wiegen die Nachteile, denen die Wildtiere in der Stadt ausgesetzt sind, bei Weitem auf. Als Gefahr ist in erster Linie der Straßenverkehr zu nennen, gefolgt von streunenden Haustieren. Tiere passen sich sehr schnell ihrem neuen Lebensraum "Stadt" an. Die nachfolgenden Tierge- nerationen würden sich in ihrem ursprünglichen Lebensraum nicht mehr zurechtfinden.

Was sollen Menschen tun, die einem Wildtier in der Stadt begegnen? "In den allermeisten Fällen liegt kein Grund vor, den Tieren helfen zu müs- sen oder sich vor ihnen zu fürchten. Wildtiere sollten dort in Ruhe ge- lassen werden, wo man sie antrifft", betont Helga Stulgies. In einem un- bemerkten Augenblick suchen sie zumeist das Weite und bringen sich in Sicherheit. Wildtiere solle man in keinem Fall anfassen oder in die Enge treiben. Eine Gefahr geht von ihnen in der Regel nicht aus. Der Mensch kann getrost nach dem Grundsatz verfahren: Das Tier hat viel mehr Angst vor dem Menschen als umgekehrt. Das einzige Tier vor dem man sich im Zweifelsfall in Acht nehmen sollte, ist das Wildschwein. Dies gilt besonders, wenn die Bachen Jungtiere haben. Die Tiere leben allerdings in Düsseldorf, zumindest im Moment noch, in ihrem angestammten Lebensraum – dem Wald.

Die Gefahr der Übertragung einer Krankheit vom Tier auf den Men- schen kann nicht in jedem Einzelfall ausgeschlossen werden, das Risiko wird aber meist überschätzt. Dennoch sollte aus diesem Grund und auch im Interesse der Tiere, der direkte Kontakt mit Wildtieren vermieden werden. "Füttern und Anlocken von Wildtieren ist verboten. Die Tiere dürfen zu ihrem eigenen Schutz nicht an den Menschen gewöhnt werden und dadurch die natürliche Scheu verlieren. Zudem ist die eigene Fut- tersuche für ein Wildtier wichtig, denn sie bleiben unabhängig und da- mit überlebensfähig", erklärt der Leiter des Amtes für Verbraucher- schutz, Klaus Meyer. Ein Grund, ein in der Stadt aufgefundenes Wildtier in menschliche Obhut zu nehmen, besteht in der Regel nicht.

Tot aufgefundene Wildtiere – wie verhält man sich richtig?
Es kommt immer wieder vor, dass Wildtiere verendet aufgefunden wer- den. Der Finder sollte die toten Wildtiere grundsätzlich nicht mit bloßen Händen berühren. Die Todesursache ist meist unklar und von den Tie- ren könnten Krankheiten übertragen werden. Wer ein totes Tier findet, kann die Untere Jagdbehörde, die Untere Landschaftsbehörde oder das Amt für Verbraucherschutz informieren. Von dort wird alles Notwen- dige veranlasst. Auf Privatgrundstücken aufgefundene Wildtiere muss der Grundstückseigentümer entsorgen. Dieser kann die toten Tiere in der Kleintierkörpersammelstelle der Awista GmbH auf dem Höherweg
100 abgeben. Die Tiere sollten grundsätzlich mit Gummihandschuhen in zwei Plastiktüten dicht verpackt und dorthin transportiert werden. Die Beseitigung von auf öffentlichen Straßen aufgefundenen toten Wild- tieren übernimmt die Awista GmbH. Besondere Regelungen gibt es auch für Wildtiere, die dem Jagdrecht unterliegen, wie Wildschweine oder Rehe. Diese gehören – auch verendet – dem Jagdpächter. Bei einem Fund solcher Tiere ist dieser zu unterrichten. Er wird sich dann selbst um das tote Tier kümmern.

Füchse
Der Fuchs ist das Raubtier mit der größten Verbreitung auf der Erde. Füchse haben ihren Lebensraum bis weit in die Düsseldorfer Innenstadt ausgedehnt. Ein Grund, die Tiere dort einzufangen und umzusiedeln besteht laut den Tierärzten im Amt für Verbraucherschutz der Landes- hauptstadt dennoch nicht. Bei einer Begegnung mit einem Fuchs haben die Menschen Angst vor einer möglichen Tollwutinfektion oder dem Fuchsbandwurm. Die Furcht vor Tollwut ist in jedem Fall unbegründet. Denn Deutschland ist seit mehreren Jahren frei von dieser Seuche. Der Fuchsbandwurm kommt in Deutschland vor, in Nordrhein-Westfalen sind rund 30 Prozent der Füchse davon betroffen. Allerdings erkranken in der Bundesrepublik laut Robert-Koch-Institut (2006) jährlich weniger als 20 Menschen am Fuchsbandwurm. Der Bandwurm gehört zu den wenigen Parasiten, die beim Menschen eine ernst zu nehmende Erkran- kung auslösen können. Der Fuchs scheidet die Bandwurmeier mit dem Kot aus. Der Mensch kann sich infizieren, wenn er die Eier mit konta- minierten Lebensmitteln aufnimmt. Daher der Tipp: Gemüse, Salate und Waldfrüchte sollten vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden. Si- cher werden Bandwurmeier nur durch Kochen abgetötet. Nach getaner Garten- und Feldarbeit sollten die Hände gründlich gewaschen werden.

Kaninchen
Das Wildkaninchen kommt in fast allen Teilen der Erde vor. In Düssel- dorf Stadt trifft man sie sehr häufig auf Friedhöfen, in Grünanlagen und in Gärten an. Kaninchen sind reine Pflanzenfresser. Die dämmerungsak- tiven Tiere können zur Plage werden, wenn sie ihre Nahrung in Klein- gärten oder auf Friedhöfen suchen oder ihre unterirdischen Baue in Gärten und Parkanlagen anlegen. Im Jahr 2012 sind viele Tiere der Seu- che Myxomatose (Kaninchenpest) zum Opfer gefallen. Eine starke Ver- mehrung der Population begünstigte den Ausbruch dieser Krankheit. Die Myxomatose (Myxomatosevirus) befällt ausschließlich Kaninchen und wird durch blutsaugende Insekten übertragen. Im Verlauf eines epi- demischen Zyklus können nahezu alle Tiere einer Population verenden. Die Krankheit kann nicht behandelt werden. Tipp: Für den Menschen ist die Myxomatose ungefährlich. Für Hauskaninchen, die im Freien gehal- ten werden, empfiehlt sich eine Impfung.

Amseln
Die Amsel zählt in Deutschland zu den bekanntesten und mit 6 bis 8 Millionen Brutpaaren auch häufigsten Brutvögeln. Sie ist ursprünglich ein Waldvogel und erst seit dem 19. Jahrhundert auch in der Stadt an- zutreffen. Im Jahr 2012 ist sie durch das so genannte Amselsterben in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Das Usutu-Virus, ein Erreger aus tropischen Gefilden, hat sich in Teilen von Deutschland un- ter den Amseln verbreitet. Das Virus wird durch Stechmücken übertra- gen. Es ist bisher in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen nicht nachge- wiesen worden. Da in Amselpopulationen immer ein hoher Anteil zie- hender Individuen vorhanden ist, werden lokale Amselsterben in der Regel schnell ausgeglichen.

Igel
Igels sind in Eurasien und Afrika weit verbreitet. Die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere sind seit Jahrzehnten nicht mehr aus Gärten und Parkanlagen wegzudenken. Bei den Düsseldorfern sind die Igel sehr be- liebt. Sie ernähren sich überwiegend von Insekten und Würmern, fressen aber auch kleinere Wirbeltiere und Aas. Igel halten einen Winterschlaf, der meist im November beginnt, wenn die Außentemperaturen um den Gefrierpunkt liegen. Als Schlafplätze wählen sie Laub- und Reisighaufen, Erdmulden oder Hecken. Tagaktive Igel im Herbst sind keine Seltenheit und auch kein Anzeichen für Krankheit, vielmehr sind die Stacheltiere bemüht, vor dem Winterschlaf noch soviel Nahrung wie möglich aufzu- nehmen, um über ausreichende Fettreserven zu verfügen. Tipps im Um- gang mit Igeln: Ein Füttern von Igeln ist nicht notwendig und sollte, wenn überhaupt, auf die Zeit kurz vor und kurz nach dem Winterschlaf beschränkt werden. Nicht geeignet ist Hundefutter. Die häufig angebo- tene Milch führt bei den Tieren zu Durchfällen. Die Überwinterung in menschlicher Obhut sollte die Ausnahme sein und nur sachkundigen Personen vorbehalten bleiben. Wer einen Garten hat und dem Igel einen Gefallen tun möchte, kann Laub- oder Reisighaufen über den Winter liegen lassen. Diese dienen als Überwinterungsorte. Der beste Schutz für einen Igel ist die Erhaltung seines Lebensraumes

Steinmarder
Der Steinmarder ist in Deutschland weit verbreitet. Als einer der ältesten Kulturfolger des Menschen eroberte er schon im Mittelalter die Stadt als Lebensraum. Die Populationsdichte dieser Tiere ist in Städten inzwi- schen sogar höher als in seinem natürlichen Lebensraum. Aus dem Steinmarder, der ursprünglich in Steinbrüchen und Felslandschaften beheimatet war, ist mittlerweile ein regelrechter Hausmarder geworden, der es sich auf Dachböden gemütlich macht. Dort ist es trockener, wär- mer und geräumiger als in den meisten Schlupfwinkeln in der freien Natur. Der Steinmarder gilt als Allesfresser, dessen konkrete Nahrung vom jeweiligen Angebot abhängt. Die Tiere sind nachtaktiv. Tagsüber schlafen sie in Tagesverstecken wie zum Beispiel Schuppen und Dachbö- den. Marder sind gute Kletterer und können mühelos jeden Dachboden erreichen. Tipp: Die beste Möglichkeit sich vor diesem Untermieter zu schützen ist ein mechanisches Verschließen der möglichen Zutrittsöff- nungen. Einen Marder lediglich zu fangen und auszusetzen führt selten zum Ziel. Das so freiwerdende Revier findet schnell einen neuen Liebha- ber und das Problem beginnt von neuem.

Die modernen, städtischen Marder haben einen weiteren Lebensraum für sich entdeckt, den Motorraum. Aufgrund der unübersichtlichen An- ordnung bietet er viele Versteckmöglichkeiten. Das Anknabbern von Kabeln und Schläuchen ist ihrer Neugier geschuldet und macht sie nicht gerade zu Freunden der Autofahrer. Welche Materialien ein Marder be- vorzugt, ist nicht vorhersehbar und hängt vom individuellen Geschmack des Tieres ab. Tipp: Ein sicheres Mittel, den Marder aus dem Motorraum fernzuhalten, gibt es nicht. Ein Versuch ist in jedem Fall eine Motorwä- sche, um alle Duftspuren des Marders zu beseitigen. Die zuvor beschä- digten Teile können durch Ummantelungen geschützt werden. Die han- delsüblichen Marderabwehrmittel sind meist wirkungslos.

Wasserschildkröten
In Mitteleuropa ist ursprünglich ausschließlich die Europäische Sumpf- schildkröte heimisch gewesen. In Nordrhein-Westfalen und so auch in Düsseldorf gibt es keinen Beleg für natürliche Vorkommen dieser Art. Gleichwohl werden diese Tiere, wie viele fremdländische Wasserschild- krötenarten in Gewässern ausgesetzt. Die amerikanischen Rot- und Gelbwangenschildkröten gibt es mittlerweile etwa im Unterbacher See und in vielen Parkanlagen, wo sie oft beim Sonnen beobachtet werden können. Sie überstehen die teilweise doch recht kalten Winter in Deutschland offensichtlich sehr gut. Allerdings gibt es keine Nachweise, dass sie sich in Düsseldorf vermehren. Somit ist ihr Vorkommen ver- mutlich zeitlich begrenzt. Zu Problemen kommt es, wenn Arten wie die Geier- oder die Schnappschildkröte ausgesetzt werden, die mit ihrem schnabelartigen Maul auch Menschen ernsthaft verletzten können.

Hornissen
Die Hornisse ist sozusagen die große Schwester der Wespe. Allerdings jagt sie Insekten und ist so für den Menschen von Nutzen. An Marme- lade, Eis oder Fleisch vergreift sie sich nicht und kommt daher eher sel- ten mit dem Menschen in Konflikt. Das Gift der Hornisse ist schwächer als das der Wespe, durch die Größe der Tiere ist jedoch die Menge höher und daher auch die Auswirkungen des Stiches. In Düsseldorf kommt die Hornisse immer häufiger vor. Tipp: Finden sich ihre Nester in einem Haus ist zu beachten, dass Hornissen geschützt sind und das Nest nur in besonderen Ausnahmefällen und mit einer Genehmigung entfernt wer- den darf. Die Tiere reagieren auf Licht und Bewegung. Menschen sollten sich in der Nähe des Nestes nicht hektisch verhalten und an benachbar- ten Fenstern nicht abends bei geöffnetem Fenster das Licht anschalten.

Bei weiteren Fragen helfen die Mitarbeiter im Amt für Verbraucher- schutz gerne weiter, Telefon: 89-93242.

Nachricht vom 24.10.13 20:54

Kommentare (0)
Werbung 

Stadtmagazin Version 1.4.4.0 | Lizenz N°: osmCitytipp | Copyright: Mateo & Mewis AG

 

Nachrichten von www.unser-duesseldorf.de

Speisekarten Online!

- Aus Gastronomie A-Z

Permanentlink  Restaurant -DEMO-  


Bild der Woche
Felix Sturm vs. Pe...
Felix Sturm hat sich erfolgreich im Ring zu...

Bild vergrößern!  Archiv!

Werbung

Ein Bild aus unserer Bildgalerie
 

Zufallsbild aus der Bildergalerie

  
Besuchen Sie unsere Bildergalerie mit einer großen Bildauswahl!

Bilderrätsel
Mitmachen & gewinnen!!