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Höhenretter üben auf Baustellenkran

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An einem 40 Meter hohen Turmdrehkran hat die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Düsseldorf jetzt einmal mehr den Ernstfall geprobt: Bei der Übung ging es darum, einen Kranführer aus 40 Meter Höhe zu retten. Den Kran dafür hatte die Baufirma August Schmidt zur Verfügung gestellt. Die Spezialisten für höher und tiefer gelegene Unfallorte beziehungsweise Einsatzstellen konnte die Rettungsübung komplett unter Einsatzbedingungen auf einer Baustelle in Oberkassel planen und ausführen.
Jährlich werden die Düsseldorfer Höhenretter zu mehr als 50 Unfällen oder Notsituationen im Stadtgebiet alarmiert. Dazu zählen beispielsweise Abstürze von Menschen von Baugerüsten, Baustellen, Brücken oder Arbeitsunfälle von Bauarbeitern an "exponierten Orten", die unter normalen
Bedingungen nicht zu erreichen sind. Notfälle auf Baukränen sind ebenfalls ein typisches Einsatzszenario für Höhenretter. Um stets gut gerüstet zu sein, sind Übungen deshalb unerlässlich.

Das Drehbuch zu dem geübten Szenario beinhaltete folgende Lernziele: Überprüfung der Kommunikation und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einsatzeinheiten, die spezielle technische Rettung aus der Höhe mit der notfallmedizinischen Versorgung auf dem Kran unter der
Gefahr eines Absturzes auch für die Rettungskräfte. Dazu erschwerte die Enge in der Krankanzel die Arbeit der Akteure – was sehr realistisch ist.

Der Polier der Baufirma meldete sich eingangs des Übungsszenarios über den Notruf bei der Feuerwehrleitstelle: "Wir haben einen Notfall auf der Baustelle. Vermutlich ist der Kranführer in der Krankanzel bewusstlos zusammengebrochen. Kommen Sie schnell."

Die Leitstelle alarmierte daraufhin die zuständige Feuerwache Quirinstraße, einen Rettungswagen, einen Notarzt und die fünf Mann starke Höhenrettungsgruppe von der Feuerwache Münsterstraße. Am Einsatzort angekommen, kletterte der erste Höhenretter zur medizinischen Erstversorgung mit einem Notfallrucksack ausgestattet sofort zur Krankanzel hoch. Aufgrund der Höhe des Krans mit 40 Metern, ist eine Rettung über die 30 Meter hohe Drehleiter der Feuerwehr nicht möglich. Es bleibt nur noch die Möglichkeit, den erkrankten Kranführer mit Hilfe
von Seilen sicher zu Boden zu holen.

Die Rettungsausrüstung wiegt rund 50 Kilogramm und musste per Muskelkraft 40 Meter gegen die Schwerkraft beim Aufstieg mit hoch genommen werden. Eine Herausforderung, die nicht nur gute körperliche Konstitution erfordert, sondern auch Fachwissen im Umgang mit Seiltechnik verlangt. Das können nur gut ausgebildete und trainierte Höhenretter: Zur Unterstützung kletterten drei weitere Höhenretter mit technischem Material wie beispielsweise Schlingen, Karabinerhaken, Seilen und der Trage hinauf zur Krankanzel.

Nach Ermittlung der Diagnose erfolgte über Funk in enger Absprache mit dem Notarzt die notfallmedizinische Behandlung. Dies ist nur deshalb möglich, da in Düsseldorf alle Höhenretter eine abgeschlossene Ausbildung zum Rettungsassistenten absolviert haben. Zudem gehört jährlich eine ärztlich geleitete Zertifizierung im Rahmen der Notkompetenz zum Pflichtprogramm. Zu dieser Ausbildung gehören in besonderen Situationen auch ärztliche Handlungen wie das Legen von Infusionen, diverse Beatmungstechniken und die Verabreichung von Medikamenten.

Da der Patient im Rahmen der Übung Symptome eines Schlaganfalls in Verbindung mit Herzrhythmusstörungen, einem zu hohen Bluthochdruck und eine erhöhte Herzfrequenz aufwies, war eine zügige aber schonende Rettung auf der Trage notwendig.

Aufgrund der sehr engen Platzverhältnisse demontierten die Höhenretter zuerst ein Gitter von der Krankanzel, um den Kranführer direkt auf die Trage legen zu können. Während der gesamten Rettungsübung mussten alle Beteiligten und die hochgebrachten Gegenstände ununterbrochen gegen Absturz beziehungsweise Herunterfallen abgesichert werden. Dies verlangte von den Rettern ein Höchstmaß an Konzentration und Verantwortung. Zunächst wurde der Kranführer zur Sicherung auf der Trage mit einem speziellen Gurt fixiert. Anschließend wurde er mit Hilfe von Flaschenzügen aus der Kanzel gehoben und schließlich in Begleitung eines Höhenretters zu Boden abgeseilt. Während der Rettung und des Abseilvorgangs erfolgte eine kontinuierliche medizinische Versorgung und Überwachung mittels EKG-Monitor. Eine gute Stunde nach Eintreffen am Unfallort übernahm der Notarzt den Patienten im Rettungswagen für eine Weiterbehandlung und anschließendem Transport in die Klinik.

Bilanz: Die Übungsleiter waren mit der gezeigten Leistung rundum zufrieden. Das tägliche Training hat sich gelohnt. Die Rettung verlief trotz der besonderen Situation auf dem Kran planmäßig. "Die Sicherheit steht bei solchen Einsatzszenarien immer im Vordergrund und besonders darauf
bezogen zeigten die Retter keine Fehler. Vorteilhaft für die Verunfallten ist auch die Multifunktionalität der Düsseldorfer Feuerwehrleute: Alle Höhenretter sind auch Rettungsassistenten und können hoch qualifizierte
Hilfe leisten – und das in jeder Situation. Natürlich werden Erkenntnisse dieser Übung besprochen und fließen in die nächsten Übungen ein", kommentierte der leitende Höhenretter und Ausbilder Jörg Janssen die Arbeit seiner Kollegen.

Nachricht vom 14.8.13 00:22

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