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PFT im Grundwasser

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Das Grundwasser in Teilen von Lohausen, Kaiserswerth und Kalkum ist mit perfluor-ierten Tensiden (PFT) belas-tet. Dies hat für die Bevölk-erung im Schwerpunkt zwei Konsequenzen: Zum einen hat die Landeshauptstadt Düsseldorf die Nutzung des Grundwassers zu Bewässer-ungszwecken im betroffenen Gebiet untersagt. Zum anderen raten die Experten von Gesundheits- und Umweltamt der Stadt vom Verzehr der Fische aus den Kaiserswerther Seen ab.

Das Schwimmen in den betroffenen Seen ist – wie in allen Baggerseen Düsseldorfs – ohnehin verboten. Dennoch werden jetzt zusätzliche Verbotsschilder aufgestellt, die auf mögliche Gesundheitsgefahren hinweisen. Die Seen befinden sich in Privatbesitz und sind zum Teil eingezäunt. Die Eigentümer wurden frühzeitig über die Wasserbelastung mit PFT unterrichtet.

Dabei ist die akute Toxizität der perfluorierten Tenside laut Bundesinstitut für Risikobewertung gering. Kritisch wird dagegen die lange Persistenz (Beständigkeit) im menschlichen Organismus bewertet. Aufgrund von Tierversuchen stehen diese synthetisch hergestellten, langlebigen organischen Chemikalien, die in der Natur nicht vorkommen, im Verdacht, krebserregend zu sein. Sie werden zudem als fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Unter Bezug auf diese Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung ist bei der Bewertung der in Düsseldorf
vorliegenden PFT-Verunreinigungen nach übereinstimmender Auffassung des Umwelt- und des Gesundheitsamtes der Stadt die langfristig orientierte Umweltvorsorge sowie der grundsätzliche Gesundheitsschutz der Bevölkerung maßgebend. Die Allgemeinverfügung und die Verzehrempfehlung
zielen daher auch auf die Vermeidung langfristiger Risiken.
Eine akute Gesundheitsgefahr besteht dagegen nicht. Würde eine solche von Seiten der Stadt gesehen, würde ordnungsrechtlich eingegriffen.

Stadt hatte bereits frühzeitig und umfassend informiert
Der Umweltausschuss und die zuständige Bezirksvertretung wurden in öffentlichen Sitzungen im April 2008, im Mai 2011 und im Mai 2013 über die Verunreinigung des Grundwassers im Düsseldorfer Norden informiert. Im Anschluss daran wurde jeweils in der Lokalpresse über die
Grundwasserverunreinigung berichtet. Auf den Internetseiten der Stadt werden ab sofort gut sichtbar und ausführlich die bereits vorhandenen Informationen zur Grundwasserverunreinigung zugänglich gemacht.
Weitere Informationen über die PFT Grundwasserverunreinigungen und die Allgemeinverfügung sind verfügbar unter: http://www.duesseldorf.de/umweltamt/altlast/pft_grundwasserverunreinigung.shtml

Die Verwendung des Grundwassers zu Bewässerungszwecken hat das Umweltamt der Stadt im Sinne eines vorbeugenden Boden- und Gesundheitsschutzes per Allgemeinverfügung untersagt. Die Allgemeinverfügung ist am Samstag, 25. Mai 2013, im Amtsblatt der Stadt bekannt gemacht worden. Sie ist für 15 Jahre gültig. Das Gebiet der Nutzungsuntersagung soll regelmäßig auf Grundlage der fortlaufenden Untersuchungen
räumlich angepasst werden. Nähere Informationen gibt es beim Umweltamt unter Telefon 49 49 49. Gartenbesitzer aus dem betroffenen Gebiet, die eine Analyse des Brunnenwassers und des Erdreiches wünschen, können sich unter dieser Rufnummer beim Umweltamt melden.

Aus den festgestellten PFT-Gehalten im Grundwasser ergibt sich laut Umweltamt, dass es sich im vorliegenden Fall um eine Verunreinigung erheblichen Umfangs handelt. Ziel der Landeshauptstadt Düsseldorf ist es daher, dass möglichst zeitnah mit der Sanierung der Eintragsstellen und der Grundwasserverunreinigung begonnen wird. Dazu besteht ein
intensiver Kontakt mit den Verpflichteten. Allerdings gibt es bisher keine geeigneten Sanierungsverfahren "von der Stange". Daher wird intensiv mit den zuständigen Stellen des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), der Bezirksregierung und dem Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung
NRW zusammengearbeitet. Unstrittig ist, dass sich die Verunreinigung ohne aktive Sanierung in überschaubaren Zeiträumen nicht zurückentwickeln wird.

Die Sanierung von Grundwasserverunreinigungen erfordert einen langen Atem. Eine deutliche Verringerung der Verunreinigung darf erst nach Jahren aktiver Sanierung erwartet werden. Um während dessen eine weitere Verteilung der PFT durch die Nutzung des belasteten Grund- und Seewassers zu vermeiden, wurde die Allgemeinverfügung erlassen. Zusätzlich wurde empfohlen, auf den Verzehr von Fischen aus den Kaiserswerther Seen zu verzichten. Das Trinkwasser in Düsseldorf ist laut Gesundheitsamt nicht belastet. Der Vorsorgewert für das Trinkwasser wurde in Düsseldorf nie erreicht, vielmehr blieben die Werte deutlich darunter.

Hintergrund: Vorkommen von PFT
Die wasserwirtschaftliche Bedeutung von PFT ist erst seit 2006 bekannt. In Düsseldorf wurden erste Gewässeruntersuchungen auf PFT 2007 vorgenommen. In einzelnen Messstellen im Norden Düsseldorfs wurden auffällige Gehalte festgestellt. Bis Ende 2012 wurden 159 Grundwassermessstellen beprobt. So konnte eine erste Kartierung der Ausdehnung der Grundwasserverunreinigung erstellt werden. Bisher wurden vier Eintragsstellen auf dem Flughafengelände identifiziert. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Feuerlöschübungsbecken, Unfallstelle Atlas Air, Feuerwache Nord des Flughafens und ein Tanklager. Darüber hinaus existieren weitere punktuelle Auffälligkeiten.

Lage und Ausmaß der bekannten Eintragsstellen im Boden und die daraus bereits verursachte Grundwasserverunreinigung werden zurzeit erkundet und Sanierungsmöglichkeiten geprüft. Unter Berücksichtigung der vorherrschenden Grundwasserfließrichtung gibt es zwei Verunreinigungsgebiete. Zum einen nördlich des Flughafens von der B 8n bis zum Rhein nördlich von Kaiserswerth, zum anderen westlich des Flughafens bis zum Leuchtenberger Kirchweg.

Das Grundwasser in Düsseldorf reicht bis wenige Meter unter die Erdoberfläche und kann daher mit einfachen Mitteln zur Gartenbewässerung gefördert werden. Durch die Nutzung von Gartenbrunnen in den Verunreinigungsgebieten können jedoch die Schadstoffe mit dem Gießwasser in bisher nicht verunreinigte Bodenbereiche sowie in Nutz- und
Zierpflanzen verlagert werden. Aufgrund der zurückliegenden Nutzung des Grundwassers wird jedoch nicht von gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Betroffenen ausgegangen. Zur Bewertung der PFT-Gehalte
im Grundwasser gibt es bisher keine verbindlichen Qualitätsziele. Daher werden zur Bewertung hilfsweise die Werte herangezogen, die von der Trinkwasserkommission erarbeitet wurden. Diese Werte reichen von

- 100 Nanogramm je Liter für die Summe der PFT als langfristiges Qualitätsziel des vorsorgenden Trinkwasserschutzes (allgemeiner Vorsorgewert) über

- 300 Nanogramm je Liter für die Summe von zwei speziellen Verbindungen aus der Stoffgruppe der PFT (PFOA und PFOS) für die lebenslang duldbare Aufnahme bis zu

- 5.000 Nanogramm je Liter für die Summe PFT als Wert für Erwachsene, bei dessen Überschreiten das Wasser nicht mehr als Trinkwasser genutzt werden darf.

Diese Wertespanne lässt erkennen, dass die Bewertung der PFT differenziert unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien zu sehr unter schiedlichen Ergebnissen führt. Die Werte sind auch nicht unmittelbar auf das Grund- oder das Seewasser anwendbar.

Nachricht vom 12.7.13 01:24

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