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Stadt Düsseldorf auf gutem Weg zur Klimaneutralität

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Eine aktuelle Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie für die Landeshauptstadt Düsseldorf zeigt auf, wie das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 erreicht werden kann. Dann nämlich soll der Pro-Kopf-Ausstoß von Kohlendioxid pro Jahr in Düsseldorf nicht mehr wie heute bei zehn Tonnen, sondern bei zwei Tonnen liegen. "Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu können, bedarf es eines planvollen Vorgehens und eines langen Atems", stellt Oberbürgermeister Dirk Elbers im Vorwort der Studie fest. Die Ergebnisse der Studie seien die Grundlage für das künftige Handeln der Stadtverwaltung und würden in den Dialog mit der lokalen Wirtschaft und den Düsseldorfern einfließen.

Gestützt auf die "Technologiematrix Deutschland" von 2010 empfiehlt der Bericht die konsequente Nutzung der Energieeinspar- und effizienzpotenziale sowie den Ausbau erneuerbarer Energien. Die angestrebte Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um 80 Prozent bis zum Jahr 2050 sei anspruchsvoll, aber machbar, so der Tenor.

Zwei Szenarien stellt die Studie gegenüber: Ein "Klimaschutzszenario", das aufzeigt, welche Kohlendioxid-Minderungswirkung von einem ambitionierten Klimaschutzprogramm ausgeht, sowie ein "Basisszenario" als Bezugsgröße. Dieses "Business-As-Usual"-Szenario geht von der Annahme aus, dass über die 2008 beschlossenen Projekte des Klimaschutzkonzeptes und die geplanten Umbauarbeiten der Stadtwerke hinaus keine zusätzlichen Aktivitäten ergriffen werden.

Bereits im Basisszenario wird eine Absenkung der Kohlendioxid-Emissionen um 37 Prozent erreicht, im Wesentlichen durch die Inbetriebnahme eines hocheffizienten Gaskraftwerkes auf der Lausward. Die Pro-
Kopf-Emissionen betrügen dann im Jahr 2050 aber immer noch 6,1 Tonnen pro Einwohner und Jahr.

Im Klimaschutzszenario werden erhebliche zusätzliche Anstrengungen für den Ausbau erneuerbarer Energien, zur Steigerung der Energieeffizienz und beim Einsatz innovativer Technologien unternommen. Wärmepumpen, Biomasse, Solarthermie und Fernwärme ersetzen darin in den nächsten 38 Jahren nach und nach die bestehende Wärmeerzeugung durch Erdgas- und Ölheizungen. Die Voraussetzungen in Düsseldorf dafür sind laut dem Bericht gut: Zwölf Quadratkilometer Dachfläche eignen sich für die Installation von Solarwärme- und Solarstromanlagen. Der Einsatz von Grundwasser-Wärmepumpen ist aufgrund des vergleichsweise hohen Temperaturniveaus und der oberflächennahen Lage des Grundwassers günstig. Mit dem Solarkataster und dem Wärmekataster hat die Stadt bereits heute wichtige Grundlagen geschaffen.

Die zentrale Rolle des neuen Gaskraftwerks und der Modernisierung von Gebäuden wird durch die Studie bestätigt. Die Abwärme des Kraftwerkes kann zu einem großen Teil als klimafreundliche Fernwärme ausgekoppelt werden. Dadurch ergibt sich ein Gesamtwirkungsgrad von 85 Prozent. Das ist rund doppelt so viel wie bei konventionellen Braunkohlekraftwerken.

In Düsseldorf sind rund 55.000 Wohngebäude vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet worden – mit entsprechendem Nachholbedarf bei Wärmedämmung und effizienter Heizung. Dieses Potenzial für Fortschritte beim Klimaschutz erschließt die Landeshauptstadt mit dem Programm "Klimafreundliches Wohnen in Düsseldorf", für das zurzeit pro Jahr eine Million Euro an kommunalen Fördermitteln fließen. Es ist aber klar erkennbar, dass die anzustrebende Sanierungsquote von drei Prozent nur durch massive Förderung mit Bundesmitteln erreichbar ist.

Außerhalb von Düsseldorf erzeugter Strom aus erneuerbaren Quellen muss hinzukommen. Die Stadtwerke Düsseldorf engagieren sich mit der Tochter "Grünwerke GmbH" dafür seit 2010. Laut aktuellem Klimabericht 2012 betreiben die Grünwerke zehn Photovoltaikanlagen und zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von über 14 Megawatt. Damit können 3.800 Haushalte versorgt werden. Bis 2020 streben die Grünwerke an, ihre Erzeugungskapazitäten bei erneuerbaren Energien zu vervierfachen.

Um die Kohlendioxid-Minderungsziele im Verkehrssektor zu erreichen, muss es laut Studie bis 2050 zu deutlichen Veränderungen kommen. Der Anteil von Biodiesel und Ethanol an Diesel und Benzin steigt im Klimaschutzszenario auf 30 Prozent. Ausschließlich mit Diesel oder Benzin betriebene Autos sollen bis 2050 fast vollständig von den Straßen verschwinden. An ihre Stelle treten Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Ein geringer Anteil von Fahrzeugen wird mit Erdgas, Flüssiggas und Wasserstoff betrieben. Ferner müssen die Anteile von Strecken, die mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn oder Fahrrad zurückgelegt werden, steigen.

Die 96-seitige Studie kann unter Angabe des Stichwortes "Szenario 2050", kostenlos beim Umweltamt, Brinckmannstraße 7, 40200 Düsseldorf, oder am Umwelttelefon 49 49 49 bestellt werden. Auch der Klimabericht 2012 ist dort erhältlich. Er lässt sich darüber hinaus im Internet abrufen unter: www.duesseldorf.de/umweltamt

Foto: Photovoltaikanlage auf dem städtischen Gebäude an der Brinckmannstraße

Nachricht vom 20.6.12 21:22

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