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Stadt vergibt Förderpreise

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Künstlerischer und wissen-schaftlicher Nachwuchs ausgezeichnet Sechs vielver-sprechende Nachwuchsta-lente wurden am 9. Dezember in Vertretung von OB Dirk Elbers durch Kulturdezernent Hans-Georg Lohe mit den diesjährigen Förderpreisen der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Mit den Förderpreisen werden ganz bewusst keine arrivierten Künstler und Wissenschaftler, sondern junge, hoffnungsvolle Talente ausgezeichnet, die eine enge Beziehung zu Düsseldorf haben. Die mit jeweils 4.000 Euro dotierten Förderpreise gehen in diesem Jahr an die Malerin Sabrina Fritsch und die Medien- und Installationskünstlerin Daniela Georgieva, den Konzertpianisten Nikolai Tokarev, den Schriftsteller Alexander Konrad, den Schauspieler Oliver S. El-Fayoumy und den Juristen Dr. Mehrdad Payandeh.

Seit 1972 vergibt die Landeshauptstadt Düsseldorf jeweils zwei Förderpreise in den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik. 1995 wurde der Förderpreis für Literatur geteilt und seitdem werden Einzelpreise in den Bereichen Literatur und Darstellende Kunst vergeben. Von den zwei Förderpreisen für Musik wird in diesem Jahr nur einer vergeben.

Auf Vorschlag der Jury für den Förderpreis Musik, die in ihrer Sitzung am 8. Mai keinen zweiten Preisträger für Musik gewählt hat, hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf in seiner Sitzung am 25. Juni beschlossen, die freigewordenen Mittel in Höhe von 4.000 Euro in diesem Jahr für das Projekt "SingPause" als weiteren Zuschuss bereitzustellen.

Der Förderpreis für Wissenschaften wird seit 1985 alle zwei Jahre verliehen, um die wissenschaftliche Forschung zu fördern und die Verbundenheit mit der Heinrich-Heine-Universität auszudrücken. Die Vergabe erfolgt im Wechsel an die Wirtschaftswissenschaftliche, Juristische, Mathematisch-Naturwissenschaftliche, Philosophische und Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In diesem Jahr setzte die Juristische Fakultät eine Kommission zur Vergabe des Förderpreises ein, die Dr. Mehrdad Payandeh als Preisträger vorgeschlagen hat. Payandeh konnte aufgrund eines Amerika-Aufenthaltes leider nicht selbst an der Preisverleihung teilnehmen. Sein Doktorvater, Professor Alexander Lorz, nahm daher stellvertretend für ihn den Preis entgegen.

Die Förderpreise für Bildende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf 2009 erhalten die Malerin Sabrina Fritsch und die Medien- und Installationskünstlerin Daniela Georgieva:

Sabrina Fritsch spielt mit der Grenze von Abstraktion und Figuration. In ihren Arbeiten deuten sich gegenständliche Elemente an, ohne dass der figurative Zusammenhang näher bestimmt wird. Die häufige Betonung des Rahmens verweist über das Bild hinaus auf dessen Objekthaftigkeit – aber auch auf klassische Themen der Kunstgeschichte. Die geometrischen Formen und Strukturen liegen über einem nicht näher definierten Bildgrund. So bewegen sich ihre Arbeiten zwischen Flächigkeit und Dreidimensionalität. Ihre Malerei behandelt Themen wie "Ordnung", "Raum" und "Komposition" anhand eines Vokabulars scheinbar einfacher Grundformen.

Fritsch wurde 1979 in Neunkirchen geboren. Von 2002 bis 2008 studierte sie an der Akademie für Bildende Künste Mainz und der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Peter Doig, 2008 erhielt sie das DHCS Stipendium des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf. Ihre Werke waren bei der Gruppenausstellung "Spiegelbild" im KIT (Kunst im Tunnel) in Düsseldorf zu sehen.

Daniela Georgieva nutzt verschiedene künstlerische Medien wie einen Fundus, aus dem sie für ihre Arbeit schöpft. Collageartig arrangiert sie unterschiedliche Elemente in Zeichnungen, Videos und Installationen. Prägend wirkt dabei Ihr Interesse an Musik – unter dem Namen "Pony" veröffentlichte sie kürzlich ihr erstes Album. Daniela Georgieva lotet visuelle Codes unserer Gegenwart aus und stellt sie in neue Kontexte. Sie bringt historische Figuren wie Greta Garbo und den Zauberkünstler Houdini zusammen und inszeniert diese Begegnung als Ausflug in die Kunstgeschichte. Mit großem Ernst und spielerischem Charme zugleich kreiert die Künstlerin fiktive, aber mögliche Welten.

Georgieva wurde 1979 in Plovdiv, Bulgarien, geboren. Von 2001 bis 2005 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf mit Diplom bei Prof. A.R.Penck. 2007erhielt sie ein Stipendium des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen. 2008 nahm sie an einem Künstleraustausch des Kulturamtes mit Toulouse, Frankreich, und den Gruppenausstellungen "Espace III" und "Tandem" im Espace Croix Baragnon in Toulouse teil.

Der Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf 2009 geht an den Konzertpianisten Nikolai Tokarev:

WennNikolai Tokarev spielt, kann sich das Publikum an der Klangfarbe, an der Magie der Töne berauschen. Seine virtuose technische Meisterschaft wird dabei fast schon zur Nebensache.

Der 1983 in Moskau geborene, russische Pianist ist auf dem besten Weg zu einer großen internationalen Karriere. Seine Ausbildung erhielt er in seiner Heimatstadt Moskau an der renommierten Gnessin-Musikschule. Doch sein Weg führte ihn schnell über die Grenzen Russlands hinaus: Er studierte zunächst in Manchester – und ist nun Post Graduate Student an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Vermutlich ist er zurzeit der einzige Student dieses Instituts, der bereits einen Plattenvertrag vorzuweisen hat. Bereits sein erstes Album erhielt den "ECHO Klassik 2008". Inzwischen kann er auf zwei weitere CDs zurückblicken. Nicht nur seine Professorin Barbara Szczepanska ist stolz auf einen solchen Meisterschüler.

Der Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf 2009 geht an den Schriftsteller Alexander Konrad:

Alexander Konrad begann als Lyriker. Das merkt man auch seiner Prosa an, die sich durch eine besondere Subtilität und Bildlichkeit auszeichnet. In seinen Texten spinnt Alexander Konrad feine Netze von Sinn und Empfindung, die zu einem intensiven Spracherlebnis führen. Neben eigenen Publikationen in renommierten Anthologien hat sich der junge Autor auch als feinfühliger Literaturübersetzer einen Namen gemacht. 2008 brachte der Lilienfeld Verlag seine deutsche Übertragung des 1950 in den USA erschienenen Romans "Dog Star" von Donald Windham heraus. Viele der deutschen Rezensenten lobten explizit das sprachliche Können des Übersetzers.

Der 1974 in Düsseldorf geborene Alexander Konrad studierte ab 1995 Englisch, Geschichte und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität. Eine seiner ersten Lesungen fand im Poetry Café unter der Leitung von John Linthicum statt.

Der Förderpreis für Darstellende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf 2009 geht an den Schauspieler Oliver S. El-Fayoumy:

Oliver S. El-Fayoumy ist ein ungewöhnlicher junger Theatermacher, ein Schauspieler, der auch tanzt, Regie führt, Musik macht und dabei seine arabischen Wurzeln thematisiert. Er spricht perfekt Deutsch und hinterfragt alles sehr lange, bevor er zufrieden ist. Das Ergebnis sind wunderschöne, fein entworfene Arbeiten, die es zum Genuss machen, ihm zuzusehen. Oliver S. El-Fayoumy ist nicht nur ein wunderbarer Künstler, sondern gleichzeitig ein überzeugender Handwerker, ein Reisender zwischen den Sparten, neugierig, wach, der Welt, den kleinen und den großen Menschen zugewandt.

El-Fayoumy wurde1979 in Wickede/Wimbern (Sauerland) geboren. Seine Ausbildung an der Folkwang-Hochschule Essen (2001 bis 2005) hat ihm hervorragende handwerkliche Fähigkeiten, gleichzeitig aber auch eine ungewöhnliche Offenheit gegenüber verschiedenen Genres gegeben. Er scheut keine Grenzen. Seine Arbeiten umfassen den Tanz, die Klassiker des Sprechtheaters, die Oper oder auch die literarische Eigenkomposition und Projekte mit jugendlichen Laiendarstellern. Neben Arbeiten an verschiedenen Häusern – er hat unter anderem Shakespeare auf den Ruhrfestspielen, in der Tonhalle Düsseldorf und am Grenzlandtheater Aachen gespielt und im Schauspielhaus Düsseldorf in Schillers "Jungfrau von Orleans" mitgewirkt – gründete er mit seiner Frau Tina das "Theater Fayoum", mit dem er seit vier Jahren kontinuierlich in Düsseldorf produziert.

Den Förderpreis für Wissenschaften der Landeshauptstadt Düsseldorf 2009 erhält der Jurist Dr. Mehrdad Payandeh:

Mehrdad Payandeh hat sich in seiner Dissertation mit dem Titel "Internationales Gemeinschaftsrecht" mit der Frage des qualitativen und strukturellen Wandels der Völkerrechtsordnung beschäftigt. Seine Dissertation zeichnet sich durch höchste handwerkliche Qualität und einen eleganten, lesenswerten und überzeugenden Stil aus. Darin verfolgt er nicht nur einen eigenen neuen Ansatz, sondern zeigt außerdem, wie sich die theoretischen Erkenntnisse auf praktischer Ebene auswirken können. Wie die Kommission zur Vergabe des Förderpreises festgestellt hat, wäre seine Dissertation auch als Habilitationsschrift durchgegangen.

Mehrdad Payandeh ist ein juristisches und wissenschaftliches Ausnahmetalent. Nicht nur seine herausragenden Examina und seine fulminante Dissertation belegen dies in eindeutiger Weise, sondern auch seine Annahme als Postgraduate-Student an der weltberühmten Yale Law School. Hinzu kommen die Vielseitigkeit seiner Interessen und seine beeindruckende Produktivität: Neben seinem extrem umfangreichen Hauptwerk hat er eine bemerkenswerte Zahl von Aufsätzen in angesehenen Fachzeitschriften publiziert und sich in der universitären Lehre verdient gemacht.

Payandeh wurde 1978 in Teheran, Iran, geboren. Von 1999 bis 2003 absolvierte er ein Studium der Rechtwissenschaften an der Heinrich- Heine-Universität in Düsseldorf mit Begleitstudium im anglo-amerikanischen Recht. Seit Februar 2007 ist er im juristischen Vorbereitungsdienst unter anderem beim Oberlandesgericht Düsseldorf, bei der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York sowie beim Bundesverfassungsgericht. 2008 Promotion zum Dr. jur. und seit September 2009 Studium an der Yale Law School.

Das Projekt "SingPause"
Das im Oktober 2006 durch das Kulturamt Düsseldorf und den Städtischen Musikverein zu Düsseldorf e.V. ins Leben gerufene Projekt "Sing- Pause" wird derzeit in 40 Grundschulen für rund 8.500 Kinder angeboten. Innerhalb der Unterrichtszeit werden zwei Mal pro Woche in jeder Klasse 20-minütige Singpausen angeboten, in denen professionelle Chorerzieher mit den Kindern Stimmübungen vornehmen und Lieder einstudieren. Die Grundlage der Arbeit bildet die nach der amerikanischen Musikpädagogin benannte "Ward-Methode", die unter anderem mit Hilfe rhythmisch-tänzerischer Bewegungen ein natürliches Rhythmusgefühl bei Kindern entwickelt. Das Projekt leistet damit eine wichtige musikalische Basisarbeit an Düsseldorfer Grundschulen. Die "SingPause" leistet gleichzeitig einen wichtigen sozial-integrativen Beitrag, da sie flächendeckend in fast allen Stadtteilen angeboten wird und Schüler/-innen unterschiedlicher Herkunft und Religion erreicht. Unterstützung erfährt die "Singpause" inzwischen von vielen Stiftungen und privaten Förderern.

Nachricht vom 12.12.09 10:47

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