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Düsseldorf hält bundesweite Spitzenposition

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Hohes Niveau bei Versorgung und schnelle Beratung und Intervention bei größeren Krisen in Schulen Die Schul-psychologische Beratungs-stelle der Landeshauptstadt feiert am Freitag, 30. Oktober, mit einem Festakt ihren 50. Geburtstag. Und sie ist stolz darauf, unter den bundesdeutschen Einrichtungen einen Spitzenplatz einzunehmen. "Wir verfügen in Düsseldorf über ein gut ausgebautes schulpsychologisches Angebot, nicht nur für Schüler und Eltern, sondern auch für Lehrer", betont Beigeordneter Burkhard Hintzsche. "Bundesweit nimmt die Schulpsychologische Beratungsstelle mit einer Versorgungsquote von einem Schulpsychologen auf 4.800 Schüler eine Spitzenposition ein. Damit kann sie sowohl bei Lernschwierigkeiten, als auch bei akuten Krisensituationen schnelle und konkrete Unterstützung geben."

Oft sind es erst Ereignisse wie der Amoklauf in Winnenden, die die Arbeit von Schulpsychologen in den Mittelpunkt rücken. Dabei sind die Angebote der Schulpsychologen viel umfangreicher.

Die Gründung der Beratungsstelle fiel in die Zeit umfangreicher Investitionen der Stadt in Schulneubauten. Die schulische Bildung besaß einen hohen Stellenwert, und so wurde schon früh auch auf die Kenntnisse der Psychologie gesetzt. Bereits im ersten Jahr des Bestehens suchten 232 Eltern die Beratungsstelle auf, und mit Hilfe von Klassenuntersuchungen wurden Empfehlungen für Fördermaßnahmen gegeben. Die Förderung von Schülern mit besonderen Begabungen war schon zu Anfangszeiten ein besonderes Anliegen der Beratungsstelle.

"Die Themen haben sich im Laufe der Jahre sehr verändert", sagt Stefan Drewes, Leiter der Beratungsstelle. "Früher standen Eignungsprüfungen zum Schulanfang, zum Übergang in die weiterführende Schule oder das Testen von Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwächen im Mittelpunkt, heute sind es die Themen Gewalt, Konzentrationsschwäche, Unruhe, Unterrichtsstörungen und häufig familiäre Konflikte rund um die Schule. Schule heute ist in einem viel stärkeren Maße bemüht, jedem Kind individuell gerecht zu werden. Die Herausforderungen haben sich sehr verändert und erfordern immer mehr psychologische Kompetenzen."

Auch bei Lehrkräften beobachten die Schulpsychologen erhebliche Veränderungen: individuelle Förderung von Schülern, Schulzeitverkürzung, der Umgang mit Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen oder das "Managen" einer Klasse erfordern ein hohes Maß an Kompetenzen und Belastbarkeit.

"Für Lehrer ist es ganz wichtig, dass sie bei schwierigen Klassensituationen oder besonderen Belastungen im beruflichen Alltag bei der Schulpsychologie kompetente und vertrauliche Unterstützung erhalten können", weiß Martina Nussbaum, Schulrätin beim Schulamt der Stadt Düsseldorf. "Das Land hat bereits 2007 drei Schulpsychologinnen für die Arbeit in der Beratungsstelle zur Verfügung gestellt und wird im Sommer 2010 eine weitere Stelle für Düsseldorf einrichten. Damit werden hier 18,5 Schulpsychologen im Einsatz sein und die Schulen intensiv unterstützen."

Düsseldorf ist bundesweit eine der wenigen Städte, die das geforderte Verhältnis von einem Schulpsychologen auf 5.000 Schüler sogar unterschreitet. Eine Studie der Sektion Schulpsychologie im Berufsverband der Deutschen Psychologinnen und Psychologen (BDP), deren Vorsitzender Stefan Drewes ist, belegt einen bundesweiten Durchschnitt von 1:12.400.

Schulpsychologische Beratung verändert sich durch neue gesellschaftliche Entwicklungen. Bereits kurz nach dem Amoklauf in Erfurt begann die Beratungsstelle ihre Angebote für solche Krisensituationen weiterzuentwickeln und verfügt seit 2006 als einziger Dienst in NRW über eine eigene Stelle zur schnellen Beratung und Intervention bei größeren Krisen in Schulen. Das können individuelle Krisenereignisse von Schülern, aber auch größere Gewaltereignisse in Schulen sein; in solchen Fällen kann sehr schnell schulpsychologische Hilfe geleistet werden. Erst im März haben drei Düsseldorfer Schulpsychologinnen auf Bitten von Schulministerin Barbara Sommer in Winnenden Hilfe geleistet.

Viele Jahre beobachteten die Schulpsychologen, dass ihre Hilfen leider erst zu spät ansetzen konnten. Die personelle Ausstattung der Beratungsstelle ermöglichte es in den letzten Jahren, präventiv in einigen Schulen regelmäßige Beratungstage für alle Lehrer und Eltern in den Schulen anzubieten. Häufig können hier alle Beteiligten direkt mit einbezogen werden und gemeinsam mit Eltern, Schüler und Lehrern eine Lösung erarbeitet werden. Auch andere Angebote, wie die Jugendhilfe, können bei Bedarf schnell vermittelt werden. "So können wir am besten Schule als Ganzes unterstützen und frühzeitig Lernschwierigkeiten oder Verhaltensproblemen entgegenwirken", erläutert Drewes. "Wir wollen nicht erst in Krisen gerufen werden, wir wollen früh einbezogen und Krisen verhindern helfen. Das entlastet auch Lehrer und Schulen."

Eine Kooperation mit der Schulsozialarbeit ist bei solch präventiver Arbeit unabdingbar. "Schulen brauchen neben Sozialarbeit auch psychologische Unterstützung, um den Gründen für Verhaltensauffälligkeiten oder Lernschwierigkeiten auf den Grund gehen zu können", erklärt Martina Nussbaum. "Oft sind die Problemlagen von Familien so komplex, dass wir unterschiedliche Zugangswege benötigen. Die Prinzipien der Schulpsychologie wie Schweigepflicht und Neutralität erleichtern es vielen Familien, Hilfe anzunehmen." Damit auch Schüler den Weg zu den Psychologen leicht finden können, will die Beratungsstelle noch in diesem Jahr ein Online- Beratungsangebot für Schüler ins Netz stellen. "Nicht nur Schüler in Krisen können uns damit schnell erreichen, viele Schwierigkeiten können wir im Vorfeld klären und erst gar nicht zu Problemen werden lassen", so Stefan Drewes. "Wir wollen jedem Schüler in Not einen leichten Zugang ermöglichen."

Jedem Kind eine Chance zu geben und jedes Kind nach seinen Begabungen zu fördern, ist ein zentrales Anliegen der Beratungsstelle. Aber auch jeden Lehrer in seinem Handeln zu unterstützen und gemeinsam Lösungen für schwierige Situationen zu finden. "Die Schulpsychologische Beratungsstelle ist damit ein bedeutsamer Mosaikstein der kommunalen Hilfsangebote für Schulen und Familien", sagt Burkhard Hintzsche. "Das funktioniert aber nur bei einer guten Vernetzung mit den anderen Angeboten der Jugendhilfe, Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen."

Die Beratungsstelle hat zum Festakt anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens Vertreter aller Schulen in Düsseldorf, der Schulpolitik und Kooperationspartner eingeladen. Im Hauptvortrag von Prof. Dr. Manfred Spitzer zum Thema "Wie Kinder Lernen – Gehirnforschung für die Schule" werden neue Erkenntnisse der Hirnforschung für die Schule referiert. Unter den Festrednern wird auch die Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Barbara Sommer, ein Grußwort sprechen.

Nachricht vom 28.10.09 18:16

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