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Plattbodenschiff Die Bergung kommt voran

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Anschließend folgt die mehrjährige Konservierung Bergungsarbeiten längstens bis 13. September Das beim Deichbau in Kaiserswerth gefundene Plattbodenschiff wird nun von Fachleuten Zug um Zug freigelegt. Ein erster Teil ist bereits geborgen und wird zunächst in einem Container in Wasser gesichert. In den nächsten Wochen sollen möglichst viele Teile des Schiffes folgen. Oberbürgermeister Dirk Elbers: "Die Stadt Düsseldorf wird die Bergung des Schiffes intensiv vorantreiben. Wir werden an einer Lösung arbeiten, für das Schiff nach der aufwändigen Sicherung einen angemessenen Platz zur dauerhaften Präsentation zu finden."

650.000 Euro für archäologische Zwecke
Die Bergung wird im Detail mit Restaurationsfachleuten abgesprochen. Für die Konservierung werden derzeit vier Jahre veranschlagt und weitere zwei Jahre für einen adäquaten Aufbau des konservierten Schiffes an einem noch festzulegenden Ort. Der derzeitige Stand der Kostenschätzung für die archäologischen Schritte zur Freilegung und Dokumentation der Funde in der Deichbaustelle (historische Mauerreste, Hafenanlagen und Schiff) beläuft sich auf rund 650.000 Euro. Wie auch für das gesamte Deichprojekt leistet das Land zu diesen Aufwendungen Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent. Die darüber hinausgehenden Kosten für Konservierung, Restauration und Präsentation sind noch nicht bekannt. Sie sind allerdings im Rahmen des Deichprojektes auch nicht förderungsfähig.

Das Schiff war vor einigen Wochen bei der Deichsanierung am Herbert- Eulenberg-Weg in Kaiserswerth entdeckt worden. Es liegt am Rand des ehemaligen Festungsgrabens und des Kittelbachs, der dort in einen Altrheinarm mündete. Es lag mit dem Bug auf einem Trümmerstück der 1702 zerstörten Festung, der restliche Schiffskörper war in steilem Winkel im tiefen Wasser versunken und in den folgenden Jahrzehnten gänzlich mit tonigen Ablagerungen zugeschwemmt worden. Die hinteren Partien des Schiffs liegen sehr tief und sind von mehreren Metern Auenlehm bedeckt.

Nachdem im ersten Arbeitsschritt die erhaltene Länge des hölzernen Wracks mit 15 Metern ermittelt worden war, ist Grundwasser in die Baugrube eingedrungen und hatte die weitere Freilegung vorläufig verhindert. Der Bug, der noch aus dem Wasser ragte, wurde unter Anleitung eines Restaurators des Rheinischen Landesmuseums abgetrennt und geborgen, um das Holz vor Austrocknung zu schützen.

Sechs Grundwasserpumpen sind installiert und in der vergangenen Woche in Betrieb genommen worden. Schon zwei Tage später war das Wasser aus der Baugrube abgepumpt und der Schlamm, der sich am Grund abgesetzt hatte, konnte weggebaggert und die archäologischen Arbeiten fortgesetzt werden. Zunächst wurden vier Meter des Bootskörpers auf der tiefer gelegenen Steuerbordseite freigelegt. Es läuft derzeit die "Freipräparierung", so der Begriff der Fachleute, der Backbordseite. Nach der fachgerechten Dokumentation soll in Absprache mit den Restauratoren ein weiteres Segment geborgen werden.

Tonpfeife und Tellerbruchstück
Aus dem Sediment im Schiffsinneren wurden inzwischen einige datierbare Funde geborgen, die die Annahme bestätigen, dass das Schiff in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts versunken ist. Es handelt sich dabei um einige Tonpfeifen und etliche Scherben – besonders schön dabei das Bruchstück eines Tellers, das die Jahreszahl 1743 trägt.

Parallel zur Dokumentation und zur Bergung der freigelegten Abschnitte wird die Ausgrabung fortgesetzt. Das Grundwasser bleibt dabei ein Problem, da das Schiff aufgrund seiner steilen Lage mit dem Heck wohl unterhalb des Wasserspiegels liegt, den die Pumpen halten können. Grabungsleiter Dr. Hans-Peter Schletter von der Duisburger Fachfirma archaeologie. de und sein Team sind aber zuversichtlich, dass sie bis zum 13. September einen repräsentativen Teil des Schiffs dokumentieren und bergen können - denn vom 14. September an müssen die Arbeiten am Deich fortgesetzt werden, um ihn rechtzeitig vor dem Winter und der Hochwassersaison fertig stellen zu können.

Bei den Aushubarbeiten für den Deich waren vor einigen Wochen bereits mehrere mächtige Mauerstücke freigelegt worden. Diese Mauerstücke sind die Reste einer von Norden nach Süden, parallel zum Rhein verlaufenden Mauer, die in sechs jeweils etwa fünf bis acht Meter lange Mauerstücke zerbrochen ist. Der Befund lässt auf eine 40 Meter lange, sechs Meter breite und mindestens vier Meter hohe Backsteinmauer schließen, die auf der Rheinseite mit regelmäßig angeordneten Basalten verstärkt war, die gleichzeitig eine dekorative Wirkung hatten. Erbaut wurde die Mauer wohl im Zuge des Ausbaus des Grabens und der Außenwerke um 1650. Die Zerstörung erfolgte wahrscheinlich während der überlieferten Sprengung großer Teile der Festung im spanischen Erbfolgekrieg 1702. Die mächtigen Mauerreste sind an ihrem Fundort verblieben und der Deich darüber neu errichtet worden.

Deichbau bis Anfang 2010
Am Herbert-Eulenberg-Weg erneuert die Stadt Düsseldorf mit einem Aufwand von 3,3 Millionen Euro den alten Deich von Grund auf. Bis Anfang 2010 soll das Projekt abgeschlossen sein, für das OB Elbers am 2. April den ersten Spatenstich vorgenommen hatte. Die Sanierung ist erforderlich, da der 650 Meter lange, alte Deich nicht mehr den heutigen Ansprüchen an ein sicheres Hochwasserschutzbauwerk genügt. Mängel weist er zum einen wegen seiner nicht ausreichenden Höhe auf – er wird deshalb um 50 Zentimeter höher gebaut, zum anderen ist das Erdreich nicht ausreichend verdichtet.

Nachricht vom 6.8.09 23:30

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