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Montag, 18. Dezember 2017

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  Straßenkunst als Vertreter der Jugendkultur


Die meisten kleineren Städte bieten nicht wirklich den Anreiz für junge Leute. Das Besichtigungsprogramm zieht sich meistens in den kullturellen Bereich zurück und dieser ist gerade bei Jugendlichen ein nicht sehr anerkanntes Thema. Kultur ja - aber auch für uns! Den jungen Leuten fehlt der Pep in ihrer Stadt, die Jugendkultur bleibt völlig aus, nur in seinem eigenen Zimmer vertritt man durch die Gestaltung sein ganz persönliches Lebensgefühl, den unbegrenzten Traum von Freiheit, die individuelle Entfaltung eigener Interessen.
Doch nicht alle Jugendlichen vergraben sich in ihrem Heim. Stadt muss für uns atraktiver werdentet die Parole der Eigeninitiative von jungen Leuten, die in in ihr Städtchen mit ihren eigenen Ideen und Händen ein Fünkchen Farbe bringen. An vielen Häusern, Wänden und Brücken wurde der graue Beton mit Spraydosen und Farbe aufgepeppt. Nun prangern Parolen und Bilder an dem kalten Stein und versuchen ihm die Wärme zu geben, die die jungen Leute brauchen. Die einzelnen Motive sind individuelle Anfertigungen der einzelnen Künstler und sollen eine Art Aufschrei, eine Kritik an der Gesellschaft sein, die die heutige Jugendkultur so verschmäht. Aber man findet auch andere Aufschriften, Liebesschwüre und in Herzchen eingerahmte Namen. Wo die alte Frau wütend auf die Schriftzüge ihrer Lieblings-Parkbank schimpft, gehen Händchenhaltend verliebte Paare vorbei und schmunzeln nur. Nicht jeder findet nun mal gefallen an den Malereien im Freien und wenn man ehrlich ist gibt es schon gewisse Motive die nicht immer angebracht und auch nicht unbedingt für die Öffentlichkeit bestimmt sind, entdeckt man doch auch Obszönitäten und beleidigende Sprüche, aber auch sie sind nur Spiegel der Gefühle und Gedanken ihrer Schöpfer. Doch eigentlich hat die Allgemeinheit nichts gegen gutes Graffiti. Nerven tun eigentlich nur diese blöden Sprüche und Namen die keinerlei Art von Kunst vorweisen, so die allgemeine Stimmung bei der älteren Generation. Was aber bewegt die jungen Leute ihre Namen an Häuserecken zu sprühen? Die sogenannten Tags stehen für die Person selbst, sie präsentieren die einzelnen Persönlichkeiten und stehen nicht selten als Erklärung des Ortes zum eigenen Gebiet. Es ist einfach cool seinen Namen an der Wand zu sehen und alle um dich herum wissen: das ist dein eigener Bereich.
Ob Kunstwerk oder Schmiererei, die Open-Air-Kunstwerke gelten allgemein als Sachbeschädigung und ihre Entfernung kosten die Städte im Jahr mehrere tausend Euro. Wenn man hierbei erwischt wird muss man mit einer Geldstrafe oder/und Sozialstunden rechnen. Der Reiz des Verbotenen ermutigt allerdings mehr als die Geldsumme der Straftat abschreckt. Bei manchen der Kunstwerke ist es aber nicht zwingend nötig sie entfernen zu lassen, bringen sie doch einen gewissen Lichtstrahl in die kleinen Vorstädte. Auch sollte man im Hinterkopf behalten, dass diese so oft als „Schmiererei“ beschimpften Werke nur aus der Anwallung unterschiedlichster Gefühle entstanden sind. Und dies sind doch auch die gleichen Motive die Kandinsky und Picasso veranlasst haben ihre Bilder zu malen. Macht der Ort der Entstehung des Kunstwerkes einen Unterschied an seinem künstlerischen Wert und seiner Ausdruckskraft? Die Straßenkunst ist im Gegensatz zu den Werken der großen Künstler eine öffentliche Kunst die für jeden zugänglich ist und bleibt, es sei denn sie wird auf Grund von Reinigungsmaßnahmen entfernt.
Man muss nicht zwangsläufig ins Museum gehen um gute und tiefgründige Kunst zu sehen und zu erleben, und wo kann man schon Kunst so nahe sein wie auf der Straße? Auch der Persönlichkeitsgrad der Straßenkunst ist anders, man fühlt sich vertrauter, kann man doch gewiss sein dass der Künstler ein Mensch wie du und ich ist, vielleicht sogar der nette Nachbarsjunge der sich immer so verlässlich um die Müllentsorgung der ganzen Nachbarschaft kümmert. Doch auch die eigenen Gefühle die man beim Betrachten erlebt gehen einem näher als das Schaudern, was einem beim Anblick von Edward Munchs Der Schrei den Rücken herunterläuft. Erinnert einen das Sprüchlein auf dem Klettergerüst des Spielplatzes nicht zuletzt an die eigene Jugend.
Aber nicht nur illegale Kunst von Jugendlichen kann man in den meisten Städten entdecken. Die künstlerische Begabung, das schlichte Zusammensein wird von diversen Einrichtungen speziell für Jugendliche gefördert. Die einzelne Gestaltung der verschiedenen örtlichen Einrichtungen für Jugendliche wurden meist in Initiative von Betreuern, Jugendarbeitern und jungen Leuten geplant und ausgeführt. Die Farbpallette an den Wänden ist breit; von Graffiti bis hin zum Kunstwerk angefertigt mit Pinsel und Farbeimer kann so ziemlich jede Stadt in ihren Jugendeinrichtungen etwas vorweisen. In die kleine Harzstadt Seesen kam sogar extra aus Berlin eine proffessionelle Graffiti-Crew und gestaltete die Wände der örtlichen Jugendfreizeitstätte. Auch ein Crash-Kurs in Graffiti-Sprayn wurde angeboten. Die Befürchtung nun mehr Graffiti im Freien zu entdecken wurde allerdings nicht bestätigt. Man muss den Kids eine Aufgabe geben, dann haben sie etwas zu tun und bekritzeln nicht sinnlos die Fassaden von Wohnhäusern., so ein Mitarbeiter der Jugendfreizeitstätte Seesen. Eine Vielzahl der Schulen weisen auch eine über die Jahre hinweg gesammelte Kollektion von Wandbildern, angefertigt von Schülern und Lehrern, auf. Auch die Verewigung auf der Toilette, die ja zum absoluten Standart zählt, kann jede Schule vorweisen, was allerdings nicht immer den Anklang bei Lehrern und Hausmeister findet.
Nicht selten kommt man bei einem Rundgang durch die örtlichen Schulen ins Staunen. Für Schüler und Lehrer allerdings sind die Kunstwerke Alltag, jedoch keine veraltete Kunst. Wenn man näher darauf blickt, entdeckt man immer wieder neue Details, die liebevoll angefertigt worden sind. Hier schreien die Jugendlichen nach Projekten, könnte doch die eine oder andere kahle Wand den letzten Schliff bekommen. Unsere Schule ist zwar schön, aber sie kann noch schöner werden!, lautet die Devise der Schüler und Lehrer, denn wenn man die Möglichkeit hat, seinen Arbeitsplatz selbst zu gestalten sollte man diese auch nutzen. Bei Projekten können dann die Schüler ihrer Fantasie freien Lauf lassen, denn ihrer Kreativität sind laut Eigenaussage keine Grenzen gesetzt.
Ob Straße, Schule oder öffentliches Gebäude: die Jugendkultur schafft sich ihre eigenen Kunstwerke. Die Frage von Schönheit muss jeder mit sich selbst ausmachen, jedoch immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Sprüche, Bilder oder Zeichen immer für etwas stehen.Sei es aus einer Laune heraus angefertigt worden oder eine lange im Voraus geplante Aktion einer Gruppe, diese Werke spiegeln nur die eigenen Gefühle und Gedanken der Künstler wieder.
Vielleicht sollte man nicht gleich auf die Schmierfinken schimpfen, sondern sich seines eigenen Geistes bedienen, eventuell entdeckt man ja die eine oder andere Kritik gegenüber der heutigen Gesellschaft und dazu sollte man nicht zuletzt auch sich selbst zählen.

Fotos und Text: Victoria Wolf

 

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